Gasplancha

Gasplanchas erreichen in kurzer Zeit hohe Temperaturen und sind daher bei Spitzenköchen und Küchenchefs in der Gastronomie sehr beliebt. Mehrere Brenner ermöglichen unterschiedliche Temperaturzonen, wodurch Grillgut mit verschiedenen Garzeiten gleichzeitig zubereitet werden kann.

Merkmale und Eignung von gasbetriebenen Planchas

Optisch sind Gasplanchas von Elektoplanchas kaum zu unterscheiden. Lediglich bei der technischen Konstruktion zeigen sich die Unterschiede. Die Gasplancha besteht ebenfalls aus Grillplatte und Korpus. Im Korpus sind die Gasbrenner untergebracht. Im vorderen Bereich befinden sich die Bedienelemente wie z.B. Temperaturregler. Vor dem Betrieb ist die Installation von Gasdruckregler und Gasschlauch erforderlich, diese Teile werden bei höherpreisigen Geräten meist gleich mitgeliefert. Benötigt wird außerdem eine Gasflasche mit Propan- oder Butangas, die ordnungsgemäß anzuschließen ist. Mittels Gasregler und Piezozündung können die Gasflammen unter der Grillplatte entfacht werden. In kurzer Zeit erreicht die Grillplatte ihre Temperatur, wobei unterschiedliche Temperaturzonen eingerichtet werden können.

Gasplanchas finden sich auf dem Markt mit zwei oder mehreren Brennern. Je größer die Brenneranzahl, umso höher die Grillleistung. Die Wärmeverteilung ist bei mehreren Brennern gleichmäßiger, es sind verschiedene Temperaturzonen auf der Grillplatte möglich. Gasbetriebene Planchas können je nach Anzahl der Brenner Leistungen über 15.000 Watt (15 kW) erreichen. Bei den Plattengrößen warten kompakte Modelle ab 30 cm Länge ebenso wie Ausführungen mit bis zu 90 cm.

Der Planchagrill mit Gas ist als Tischausführung oder auch mit Wagen oder Untergestell erhältlich. Die Mehrzahl der Gasplanchas ist auf den Betrieb im Freien ausgelegt. Sie kommen bevorzugt auf Balkon, Terrasse oder im Garten zum Einsatz.

Eine Plancha mit Gas ist die richtige Wahl für alle, die oft und gerne im Freien grillen. Hinsichtlich Hitzeentwicklung, Zubereitungszeit und -qualität bietet sie gegenüber der Elektroplancha eindeutige Vorteile.

Vorteile Gasplancha

Im Gegensatz zu Stromplanchas liegt die Leistung um das Doppelte höher, was sich auf Hitzeentwicklung, Wärmeverteilung und Zubereitungszeit positiv auswirkt. Die Gasflammen geben ihre Hitze direkt an die Platte ab, es entstehen schnell hohe Temperaturen von bis zu 350 °C, was die Gasplancha sofort grillbereit macht. Durch den Betrieb mit einer Gasflasche ist der Einsatz im Freien beliebig und flexibel möglich. Die Flammen können unabhängig voneinander reguliert werden, um mehrere Temperaturzonen für Grillgut einzurichten. Insgesamt zeigt sich auch die Zubereitungsqualität besser als bei einer Elektroplancha. Mit großen Gasplanchas lassen sich viele Planchafans gleichzeitig bewirten.

Nachteile Gasplancha

Aufgrund der Ausstattung mit Brennerelementen, haben Gasplanchas ein höheres Gewicht. Gasbetriebene Planchagrills sind auch teurer in der Anschaffung als Elektroplanchas, hinzukommen die regelmäßigen Kosten für die Gaskartuschen, die zum Betrieb benötigt werden. Bei einigen Modellen sind Gasdruckregler sowie Gasschlauch separat zu kaufen. Für den Anschluss an die Gasflasche muss Platz zur Verfügung stehen.

Bei gasbetriebenen Geräten ist grundsätzlich darauf zu achten, dass es nicht zu ungewollten Explosionen oder Gasaustritt kommt. Wer noch nicht mit einer Gasflasche gearbeitet hat, sollte sich zuvor im Fachhandel informieren. Gasflaschen sind zudem regelmäßig auf ihre Sicherheit, der Gasschlauch auf Dichtigkeit hin zu überprüfen. Daher fällt hier mehr Wartungsaufwand an. Eine Anwendung in geschlossenen Räumen ist nur bei entsprechend gekennzeichneten Modellen möglich, die Mehrzahl der angebotenen Geräte wird nur im Freien eingesetzt.

Worauf beim Kauf einer Plancha mit Gas zu achten ist

Die Anzahl der Gasbrenner sowie die Größe der Grillplatte sind ausschlaggebend für Grillleistung und Grillmenge. Je mehr Brenner vorhanden sind, umso effizienter und temperaturgerechter kann gegrillt werden. Die Flammen der einzelnen Brenner lassen sich unabhängig voneinander regulieren, was zu verschiedenen Temperaturzonen für Grillgut mit unterschiedlichen Garzeiten führt. Auch das Warmhalten von Speisen ist so möglich. Geräte für 1-2 Personen verfügen meist über zwei Brenner, vier bis sechs Brenner sind für 4-12 Personen ideal.

Auch die Grillplattengröße wird von der Brenneranzahl bestimmt. So finden sich Modelle mit 30 bis 40 cm langen Grillplatten und ein bis zwei Gasbrennern, 60 cm lange Planchaplatten mit zwei oder vier Brennern und 70-90 cm lange Planchas mit drei und mehr Gasbrennern.

Die Stärke der Plancha sollte mindestens 6 mm betragen, damit die Wärme optimal gehalten werden kann und sich die Platte auch bei hohen Temperaturen nicht verformt.

Das Material der Grillplatte für den Plancha mit Gas beeinflusst Hitzentwicklung, Wärmespeicherung, Lebensdauer und Reinigung. Gusseiserne Platten bewirken eine schnelle Hitzeentwicklung und speichern die Wärme. Grillplatten aus kohlestoffgewalztem Stahl kommen ebenfalls rasch auf Temperatur und bieten eine gute Wärmeverteilung. Emaillierte Stahlplatten brauchen etwas länger, um die hohe Temperatur zu erreichen, dafür rosten sie nicht und sind leicht zu reinigen. Edelstahl zahlt sich in Sachen Hitzeentwicklung, Reinigungsfähigkeit und Haltbarkeit aus. Spitzenreiter ist auch bei der Gasplancha Hartchrom, wegen der hohen konstanten Temperaturen, der hervorragenden Wärmeverteilung, der einfachen Reinigung und der Resistenz gegen Kratzer und Rost.

Plancha - Grillen auf der Platte
Logo