Herkunft des Planchagrills

Der aus Spanien stammende Planchagrill macht Gas- und Holzkohlegrill Konkurrenz, denn auch in Deutschland entdecken immer mehr Grillfreunde die gesundheitsbewusste und facettenreiche Art des Grillens. Das spanische Wort „Plancha“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „Eisen“. Gemeint ist damit speziell die traditionell aus Eisen gefertigte Plancha Platte, auf der Grillgut verschiedenster Art zubereitet werden kann.

Geschichte der Plancha

Portugal und Spanien liegen auf der Iberischen Halbinsel – Hier wurde die Plancha im 19. Jahrhundert erfunden und hat schnell das Herz der Spanier erobert. Vorreiter waren vermutlich spanische Seefahrer und Pilger, die unterwegs ihre Speisen auf Eisenplatten über offenem Feuer zubereiteten. Der Planchagrill bot die idealen Voraussetzungen, um Gerichte aus der mediterranen Küche wie Fisch, Meeresfrüchte und Gemüse auf den Punkt saftig, ohne Fett und dafür mit typischen Aromen zu zaubern. Auch in Frankreich trat der spanische Grill bald schon seinen Siegeszug an. Durch die Seefahrt wurde der Plattengrill sogar in Japan bekannt und diente hier als Vorbild für den Teppanyaki-Showgrill, der ebenfalls über eine eiserne Platte verfügt. Seit einigen Jahren kommen auch die Deutschen zunehmend auf den besonderen Plancha-Geschmack und wollen die spanische Grillart nicht mehr missen.

In Spanien ist das Plancha Grillen seit jeher mit Geselligkeit und guter Laune verbunden. Kein Plancha-Schmaus ohne eine große Runde, die aus Familie, Freunden und Bekannten besteht. Plancha Grillen spiegelt daher auch die spanische Lebensfreude wieder, die im Kreise der Liebsten, insbesondere zu Festen und Feierlichkeiten, unter freiem Himmel zelebriert wird.

Wurde die gusseiserne Grillplatte früher noch hauptsächlich über eine Feuerstelle gelegt, so entwickelten sich nach und nach kompakte gas- und strombetriebene Planchagrills. In Deutschland war es die Gastronomie, die zu den ersten Abnehmern der gesundheitsbewussten Planchagrills gehörte. Mittlerweile sind die privaten Griller auch vom Plancha-Fieber gepackt.

Das clevere Prinzip der Plancha

Der Planchagrill arbeitet mit Temperaturen zwischen 300 und 350 Grad Celsius. Dabei verdampft die Flüssigkeit aus oder über dem Grillgut derart, dass sich eine Perlenschicht bildet, die wie eine Art Kissen zwischen Platte und Grillgut fungiert. Es entsteht kein direkter Kontakt zur erhitzten Platte. Physikalisch spricht man hier vom sogenannten „Sublimieren“. Die Poren des Grillguts werden bei diesem Vorgang sehr schnell geschlossen, statt Flüssigkeit gehen ausschließlich Aromen und Gewürze auf das Grillgut über. Während des Grillvorgangs karamellisiert die Oberfläche, was eine knusprige Kruste zur Folge hat. Im Inneren bleibt das Grillgut durch die indirekte Grillmethode schön saftig. Dieses Prinzip funktioniert auch mit würzenden und aromatisieren Flüssigkeiten, weshalb das Grillgut direkt auf der Plancha damit übergossen werden kann.

Der ideale Grill für die mediterrane, leichte und gesunde Küche

In Spanien ist die mediterrane Küche zuhause. Fisch und Meeresfrüchte aus dem Mittelmeer, reichlich Obst und Gemüse stehen hier auf dem Speiseplan. Da der Planchagrill eine sehr fettarme Methode der Zubereitung bietet, ist er ideal für die leichte und gesunde Küche. Vor dem ersten Gebrauch werden nicht emaillierte, gusseiserne Platten eingebrannt, so bildet sich eine Patina, welche die Verwendung von Öl überflüssig macht und gleichzeitig den Rostansatz verhindert. Dieses Phänomen ist auch von alten Eisenpfannen oder Gulaschtöpfen, die häufig in Gebrauch waren, bekannt. Zum Einbrennen wird hocherhitzbares Öl wie Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Kokosfett verwendet. Bei Planchas aus emailliertem Gusseisen, Stahl, Edelstahl oder Aluminium ist ein Einbrennen nicht erforderlich, hier braucht es nur sehr wenig hocherhitzbares Öl.

Plancha - Grillen auf der Platte
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